Eisklettern

Eisklettern umfaßt inzwischen eine breite Palette von unterschiedlichen Spielarten. Vom Klettern im Gletscheis und an Wasserfällen über Mixedrouten bis hin zum Dry-Tooling. Wichtig ist eigentlich nur, daß es sich um Kletterei mit Einsatz von Steigeisen und Eisgeräten handelt.

Die Absicherung erfolgt i.A. über Eisschrauben gelegentlich auch über Haken in Felspassagen.

Schwierigkeitsskala

Schwierigkeitsbewertungen sind immer problematisch. Beim Eisklettern kommt noch eine extrem starke zeitliche Schwankung der Verhältnisse hinzu.

Die Schwierigkeit wird in Bezug auf die Ernsthafigkeit (Römische Ziffern) und die technische Schwierigkeit (arabische Ziffern) betrachtet.

Technische Schwierigkeit

Bei Touren in reinem Eis kann ein WI (Waterice), bei Kombinationstouren (Mixed) wird ein M vorangestellt. Es gibt Teilgrade "-" und "+" sowie Angaben der Form "M8+/9-".

1
Eis ohne Schwierigkeit - bis maximal 60°.
2
Eine Seillänge mit 60° bis 70° in homogenem Eis. Die Abschnitte der Route können kurze, steile Passagen aufweisen. Die Anbringung von Sicherungsmittel erweist sich als problemlos.
3
Kletterei in homogenem Eis bei 70° bis 80°. Sicherungen können leicht angebracht werden und es gibt Rastpunkte.
4
Bei Neigungen von durchgehend 70° bis 80° oder in kurzen Senkrechten Passagen sind Sicherungen noch immer adäquat anzubringen.
5
Guter Eisaufbau und gesteigerte Eisneigung (85° bis 90°) erfordern einen sicheren Umgang mit der eigenen Ausrüstung.
6
Die Passagen erweisen sich sowohl beim Klettern als auch beim Anbringen der Sicherungen als anstrengend und die Qualität des Eisaufbaus nimmt ab (zb Röhreneis).
7
Das Eis ist senkrecht bis überhängend und die Sicherungen sind entweder schwer oder gar nicht anzubringen. Kletterei an fragilen Eisaufbauten erfordert ausgereifte Klettertechnik und Risikobereitschaft.
über 7
Keine verbale Definition.

Ensthaftigkeit

Die Schreibweise erfolgt in römischen Zahlen.

I
Kurze Kletterei mit kurzem Zustieg. Gute Stände und bequemer Abstieg.
II
Kurzer Zustig, die Routen weisen geringe Höhen auf: bis 120m.
III
Kürzere Routen mit längerem Zustieg, bei bei dem alpine Erfahrung notwendig ist (Schneeschuhe oder Tourenski).
IV
Mehrseillängenrouten mit längeren Zustiegen. Die Locations sind bereits sehr abgelegen.
V
Ausdauernde Kletterei im hochalpinem Gelände. Eine entsprechende Erfahrung ist bei einer ernsthaften Unternehmung unabdingbar. Die Abstiege erweisen sich als schwierig, es gibt viele objektive Gefahren bei schlechter Rückzugsmöglichkeit.
VI
Ausdauernde Kletterei, entsprechende Erfahrung, es gibt viele objektive Gefahren bei schlechter Rückzugsmöglichkeit und eine Druchsteigung der Route ist nur mit hoher Geschwindigkeit an einem Tag zu bewältigen.
VII
Eine mehrere Tage dauernde Unternehmung höchster Schwierigkeit in Bezug auf Gefahrenmoment, Schwierigkeit im Zustieg und Abstieg sowie einem entsprechenden Risiko in der Route.

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last update: 11-Jan-2017 14:58:46
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