Wer zahlt die Hubschrauberrettung?

Newsgroups: de.rec.alpinismus
Subject: Hubschrauberrettung?
From: Bernd Nebendahl
Date: Mon, 09 Jun 1997 16:27:33 +0200
Hallo,
weiß jemand ob eine Hubschrauberrettung in der Schweiz durch AV-Mitgliedschaft oder (Reise-)Krankenversicherung abgedeckt ist oder wohin man sich wenden muß, um ein 'Gönner' der Schweizer Lufrettung zu werden. Wenn ich recht weiß, ist damit dann eine Hubscharuberrettung (finaziell zumindest) problemlos. Nicht daß ihr mich falsch versteht, ich hab nicht vor im Vertrauen auf den Heli über meine Verhältnisse zu gehen, aber man nimmt ja auch einen Schirm mit damit es nicht regnet . Jedenfalls will ich nicht im Falle des Falles auch noch mit dem Schuldenberg dastehen. (Hubschrauberstunden sind, soviel ich weiß, ziemlich teuer).
Viele Grüße und vielleicht sehen wir uns im Wallis
Bernd
From: Achim Schoenhoff
Date: Mon, 09 Jun 1997 17:41:23 +0100
> wohin man sich wenden muß, um ein 'Gönner' der Schweizer Lufrettung zu werden. 
Ganz modern internetisch über: http://www.swiss-air-ambulance.ch/goenner4.html
Aber vielleicht denke ich ja auch morgen an die Kontonummer in Karlsruhe, dann kannst Du das ohne Umweg erledigen, oder vielleicht ist ja jemand schneller als ich damit .
Viel Spass im Wallis
Achim
From: Roger
Date: Fri Jun 13 16:53:28 1997
Dem letzten Sektionsheftl der DAV-S.Oberland entnehme ich, daß der DAV die Deckungssummen für Bergungs-, Such- und Rettungskosten von DM 10.000,- auf DM 30.000,- in Europa anheben will (weltweit:20TDM->40TDM). Weiterhin soll die Rückholung nach Unfällen mit 30TDM abgedeckt sein (bisher nicht). Wenn Du stirbst, kriegst Du nun auch mehr - super.
Kurzum: Hubschrauberbergungen sind explizit unter Bergungs-, Such- und Rettungskosten genannt. Und sofern Du AV-Mitglied bist, sind diese über Deine Mitgliedschaft bis zu 10.000DM abgedeckt.
Bei weiteren Fragen hilft Ihnen sicherlich der nächste Sektionsvorstand.
MfG
roger

alpinen Sicherheitsservice

From: Thomas Kaeufl
Date: 11 Jun 1997 11:56:37 GMT
Die Kosten für Rettung aus Bergnot, (ein Zustand, in dem man nicht in der Lage ist, die Tour forzusetzen, verletzt muß man nicht unbedingt sein,) werden vom DAV im Rahmen der Unfallfürsorge in Höhe von 10.000 DM (20.000 DM weltweit) übernommen.

Seit Anfang dieses Jahres bietet der DAV für Sektionen den "alpinen Sicherheitsservice" an. Die Versicherung leistet

                    alp. Sicherheits-       zus. mit Unfall-
                    service                 fuersorge

Bergungs-, Such-,   DM 20 000 (Europa)      DM 30 000 (Europa)
Rettungskosten      DM 20 000 (weltweit)    DM 40 000 (weltweit)

Rückholung          DM 30 000 (weltweit)    DM 30 000 (weltweit)
nach Unfällen
Die Sektionen können, müssen aber nicht, diese Versicherung abschliessen. Wenn sie das tun, dann müssen sie es für alle Mitglieder tun. (Versicherungsprämie: 2 DM) Es gibt bereits Sektionen, die dies getan haben. Andere planen dies für das kommende Jahr. Also bei den Sektionen in der Nähe des Wohnorts nachfragen oder beim Vorstand der Sektion, der man angehört den Abschluß der Versicherung beantragen.
Wichtig zu wissen ist vielleicht, daß der alpine Sicherheitsservice erst dann in Anspruch genommen werden kann, wenn andere Versicherungen bereits ausgeschöpft sind. (Die 2 DM können als Prämie dafür angesehen werden, daß man nicht überversichert ist.)
Beim ÖAV gibt es übrigens den alpinen Sicherheitsservice schon länger. Die allgemeine Einführung dieser Versicherung für alle Sektionen des DAV ist erst zum Jahr 2000 geplant. Auf der heurigen Hauptversammlung des DAV müssen offensichtlich die Sektionen der Meinung gewesen sein, der Abschluß der Versicherung stelle eine Beitragserhöhung dar und es sei den Mitgliedern zugesagt gewesen, eine solche finde erst im nächsten Jahrtausend statt ...
Thomas Kaeufl

ÖAV-Reglung

From: Herbert Kremser
Date: 9 Jun 1997 16:55:03 GMT
Beim ÖAV ist die entsprechende Versicherung im Mitgliedsbeitrag automatisch inkludiert. Wie es beim DAV ist, weiß ich allerdings nicht.
...
Herbert

SAR-Hubschrauber

From: Norbert Muench
Date: 13 Jun 1997 18:30:21 GMT
Der Einsatz eines SAR-Hubschraubers ist bei Luft- und Seenotfällen kostenfrei. Bei Bergunfällen übernimmt der Versicherungsträger (i.d.R. die Krankenkasse) die Kosten, allerdings nur wenn der Patient unmittelbar nach dem Transport einer ambulanten/ stationären Behandlung zugeführt wird. Diese Behandlung ist nachzuweisen.
Konkret: Wer sich im Nebel verläuft, in absturzgefährdetes Gebiet versteigt, der bedarf keiner ärztlichen Behandlung. Damit entfällt die Krankenkasse als Ansprechpartner, gut wer sich anderweitig noch abgesichert hat.
Einstäze von SAR-Hubschraubern werden in Flugminuten abgrechnet. Diese beliefen sich bei der Bell UH-1 D bei 34,50 DM (Stand: Dez.93). Die Leistungen der Bundeswehrärzte und verbrauchtes Material, Desinfizierung usw. werden zusätzlich abgerechnet.
Gruß, Norbert

0 Kommentare zu dieser Seite:

Kommentar schreiben:

Für Antworten auf andere Beiträge bitte den entsprechenden Beitrag markieren: darauf Antworten
IP: 52.55.186.225; ec2-52-55-186-225.compute-1.amazonaws.com; timestamp: 1555912788


climb climb.spider-net.de/archive/hubi.phtml
last update: 11-Jan-2017 14:58:47
Alle Angaben auf dieser Seite sind rein subjektiv und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Für Kritiken und Hinweise bin ich dankbar!
© Andreas Fröde [andreas@spider-net.de] [Impressum] [Datenschutz]